Geschichte

1_men_oben

Chronik
Unternehmen
Versailler Vertrag
Washingtoner Flottenabkommen
Londoner Konferenz
deutsch-britischer Flottenvertrag
Z-Plan
Die Dickschiffe
Einsatzbereitschaft 1939
Die Atlantikschlacht

Nach dem verlorenen 1.Weltkrieg wollten die Siegermächte verhindern das Deutschland jemals wieder eine militärische Großmacht werde. Im  "Versailler Vertrag" wurde die Größe der Streitkräfte beschränkt und eine Luftwaffe verboten.
Die Marine hatte ebenfalls starke Einschränkungen hinzunehmen. Der Besitz von U-Booten war verboten und bei den Überwassereinheiten durften die Schiffe eine Größe von 10000 ts nicht überschreiten. Der Bau von Großkampfschiffen durfte nur als Ersatz für alte Linienschiffe erfolgen, die aus der kaiserlichen Marine übernommen wurden. Keines dieser Linienschiffe war in der Lage es mit den modernen britischen Schlachtschiffen aufzunehmen.
Die Leitung der Marine war in den zwanziger Jahren der Überzeugung das Großbritannien als Gegner der deutschen Flotte auszuscheiden hatte. Die Reichsführung habe ihre Politik auf diesen Gesichtspunkt hin auszurichten
Weitere Einschränkungen in der Flottenrüstung wurden zwischen den großen Seemächten im "Washingtoner Flottenabkommen" und auf der “Londoner Konferenz” festgelegt.
Die Zwänge denen die Marine ausgesetzt war, brachten die Konstrukteure auf neue Ideen, um im Rahmen des Erlaubten das Maximale herauszuholen. So entwarf man einen neuen Typ von Panzerschiff unter der Vorgabe, das es schneller als jedes stärkere und stärker als jedes schnellere Schiff sein sollte. Gleichzeitig ermöglichte der Dieselantrieb eine bis dahin unerreichte Fahrtstrecke und machte die, von den Briten "pocket-battleships" (Westentaschenschlachtschiffe) genannten Schiffe der DEUTSCHLAND -Klasse zu idealen Einheiten für den Raidereinsatz gegen die Nachschubwege der Briten.
Auch das Verbot des Besitzes und der Entwicklung von U-Booten wurde geschickt umgangen. So beschäftigten sich deutsche Ingenieure in einem holländischen Konstrukteursbüro mit der Konstruktion von U-Booten und sammelten auf diesem Weg wichtige Erfahrungen für den späteren deutschen U-Boot Bau.
Ebenso wurden für die holländische Marine Schlachtkreuzer konstruiert, welche zwar nie gebaut wurden aber bereits starke Ähnlichkeit mit den Schlachtschiffen der GNEISENAU-Klasse aufwiesen.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten gewann die militärische Aufrüstung des Deutschen Reiches wieder einen hohen Stellenwert. Da neben den Land- und Luftstreitkräften die Marine als Sicherung der Seeflanken einen wichtigen Teil in der Strategie von zukünftigen bewaffneten Auseinandersetzungen darstellte, wurde auch der Ausbau der Flotte vorangetrieben. Den Höhepunkt dieser Planungen stellte Ende 1938 der sogenannte Z-Plan dar. Die Umsetzung dieses Planes sollte der Seekriegsleitung ein Instrument in die Hand geben, welches in der Lage wäre die deutsche Küste sicher gegen angreifende Flottenverbände zu verteidigen und gleichzeitig ein Machtpotential gegen die Nachschubwege darzustellen. Aus diesem Grunde wurde nicht nur der Bau einer starken Überwasserflotte ins Auge gefasst, sondern auch Gewicht in den U-Boot Bau gelegt.
Mit dem Abschluß des deutsch-britischen Fottenvertrages vom 18.08.1935, in dem der deutschen Flotte eine Stärke von 35 Prozent der britischen zugestanden wurde, war der Weg zur neuen und schlagkräftigen Kriegsmarine frei.
Am 28.04.1939 kündigte Hitler einseitig dieses Abkommen um freie Hand zu haben, die Kriegsmarine auf ein vergleichbares Maß zur britischen Navy zu bringen. Probleme bei der Rohstofflieferung und bei den Werftkapazitäten brachten jedoch die Umsetzung des Aufrüstungsplanes schon vor dem Krieg in Verzug.
Der Ausbruch des 2. Weltkrieges stoppte endgültig die vollständige Umsetzung des Z-Planes. Somit mußte die Kriegsmarine den Krieg mit den geringen Mitteln bestreiten, die ihr zur Verfügung standen.
Bereits kurz nach Kriegsausbruch wurde der Weiterbau der Schlachtflotte nicht mehr weiterbetrieben. Nur noch die Schlachtschiffe BISMARCK und TIRPITZ wurden zuende gebaut. Die freiwerdenden Kapazitäten flossen in den U-Boot Bau.
Doch selbst die vergleichsweise kleine Flotte von Überwasserschiffen setzte Akzente und sicherte sich ihren Platz in der Geschichte.
So hatte die Flotte einen nicht unerheblichen Anteil an der Besetzung Norwegens während des Unternehmens Weserübung.
Die sogenannten “Dickschiffe” (Schlachtschiffe, Panzerkreuzer und schwere Kreuzer) unternahmen erfolgreiche Fahrten gegen die Nachschubwege, stifteten Unruhe und banden letztendlich große Teile der britischen Flotte.
Die erfolgreiche Besetzung Frankreichs gab den U-Booten Stützpunkte. von denen sie in den Atlantik vorstoßen konnten ohne den langen Anmarschweg über die Nordsee in Kauf nehmen zu müssen.
Auch die schweren Überwassereinheiten sollten von den französischen Häfen aus ihre Einsatzgebiete im Nord- und Südatlantik schneller erreichen. Aufgrund der ständigen Bedrohung durch Fliegerangriffe ließ man aber wieder von diesen Planungen ab und holte die verbliebenen Großkampfschiffe im Februar 1942 während der Operation Cerberus durch den Ärmelkanal nach Deutschland zurück.
Und die letzte große Stunde der Flotte kam bei der Sicherung des Rückzuges über die Ostsee. Die schweren Geschütze der Kreuzer hielten die anrückende Russische Armee so lange wie irgendmöglich auf, um einer großen Zahl von Menschen die Flucht aus den Ostgebieten zu ermöglichen.
Die Hauptlast des Seekrieges wurde auf deutsche Seite jedoch von den U-Booten getragen.
Ihr Kampf ging unter dem Begriff “Atlantikschlacht” in die Geschichte ein.


[Willkommen] [Geschichte]

Alle Angaben auf den Seiten dieser Webpräsenz sind ohne Gewähr auf Vollständigkeit und Korrektheit. Wenn Sie Fehler endecken oder zusätzliche Informationen haben, dann senden Sie bitte eine Mail an den Webmaster. Die Angaben und Inhalte stammen aus verschiedenen Buchpublikationen, persönlichen Unterlagen und aus dem Internet.
Diese Website ist ein privates, nichtkommerzielles Projekt und versteht sich als ein Mittel der Berichterstattung über Vorgänge der Geschichte.

 Wolfgang Schilling   Waldseestraße 1    26871 Aschendorf
webmaster@deutschekriegsmarine.de

 

www.deutschekriegsmarine.de      www.admiralscheer.de