Nachdem Hitler am 16. März 1935 die allgemeine Wehrpflicht wiedereinführte und Deutschland damit seine Wehrhoheit wiedergewann, drängte er auch auf eine größere als die im Versailler Vertrag zugestandene Flotte.
Die Verhandlungen begannen am 4. Juni 1935 in London. Die britische Regierung stimmte den deutschen Wünschen weitestgehend zu und so endete das Treffen am 18. Juni mit dem Abschluß des deutsch - britischen Flotten Flottenvertrages.
Durch ihn ist des deutschen Kriegmarine eine Aufrüstung im größeren Umfang ermöglicht worden.:
Die wichtigsten Punkte:

 

    • Es würde das Tonnageverhältnis zwischen britischer und deutscher Flotte auf 100 : 35 festgelegt gültig für die Gesamttonnage innerhalb einer jeden Schiffsklasse.
    • Das Tonnageverhältnis bezog sich auf die festgeschriebene Größe der britischen Flotte laut der Festlegungen des Washingtoner Flottenabkommens und der Londoner Nachvereinbarung. Bei einer Aufhebung der Beschränkungen für  die britische Flotte wäre es der deutschen Flotte gestattet  gewesen auf 35 % der britischen Gesamttonnage aufzurüsten.
    • Das Verhältnis 100 . 35 sollte auch bei vermehrter Rüstung anderer Länder nicht überschritten werden. Ausnahme: Es wäre ein neues Abkommen geschlossen worden.
    • Daraus ergaben sich folgende Tonnagestärken:

       

 

 

Bestand Tonnage Großbritannien/ts

erlaubte Tonnage Deutschland /ts

noch verbaubare Tonnage / ts

Schlachtschiffe

525.000

183.750

153.750

Flugzeugträger

135.000

47.250

47.250

Schwere Kreuzer

146.800

51.380

51.380

Leichte Kreuzer

192.200

67.270

32.000

Zerstörer

150.00

52.500

43.000

U-Boote

42.700

18.445

18.445











 

 

 

 

 

Im Anschluß an das Abkommen wurden mehrere Neubauten in Auftrag gegeben

 

  • 2 Schlachtschiffe (GNEISENAU, SCHARNHORST)
  • 2 Schwere Kreuzer (ADMIRAL HIPPER, BLÜCHER)
  • 16 Zerstörer
  • 28 U_Boote

 

Der Bau der im Z-Plan auftauchenden Schlachtschiffe der H-Klasse wäre nach den erfolgten Bauten der Schlachtschiffe GNEISENAU, SCHARNHORST, BISMARCK und TIRPITZ ein Bruch des Flottenvertrages gewesen, da die  Gesamttonage der Schlachtschiffe die vereinbarte Größe überschritten hätte.

 

Die zusätzliche Vereinbarung, bei der Tonnage der U-Boote auf ein Verhältnis von  1 . 1 gehen zu können, zeugte von der Fehleinschätzung der britischen Regierung, daß das U-Boot in der Seekriegsführung keine gewichtige Rolle spielen könnte..