- Der U-Boot-Krieg -

Autor: Mario Golze

"Das einzige, wovor ich im Krieg wirklich Angst gehabt habe, war die U-Boot-Gefahr"
(Winston S. Churchill - Memoiren)

Wie verlief die Schlacht im Atlantik ???
Welche Erfolge und Misserfolge errang die Deutsche U-Boot-Waffe ???
Wie kam es zur entscheidenden Wende im Frühjahr 1943 ???
Welchen Einfluss hatten Dönitz, der Submarine Tracking Room und
Bletchley-Park sowie der Einsatz neuer Technik auf diese Schlacht ???


Einleitung

Schon kurz nach dem 2.Weltkrieg wurde diese, am längsten andauernde Schlacht, von vielen Marinehistorikern erforscht. Doch viele Details, vor allem die verschiedenen Geheimdienstoperationen, kamen erst nach 1970, also über 25 Jahre nach Kriegsende ans Licht der Öffentlichkeit. Erst dadurch konnten die Ereignisse auf See im rechten Licht dargestellt werden. Den wohl entscheidendsten Beitrag zum alliierten Sieg über die deutschen U-Boote leisteten die Mitarbeiter der Operation Ultra mit der Entschlüsselung der deutschen Funksprüche.

Gliederung

Im allgemeinen wird der fast sechs Jahre andauernde Kampf auf dem Atlantik in acht Zeitabschnitte eingeteilt.
----------

In der Phase 1 von September 1939 bis Juni 1940 operierten die U-Boote meistenteils allein gegen die britische Handelsschiffahrt in einem Gebiet rund um die britischen Inseln.
----------
Ab Mitte 1940 bis März 1941 konzentrierte sich der U-Boot-Krieg auf das Gebiet nördlich von Irland am Eingang zum Nordkanal und auf das Seegebiet an der Südwestspitze Englands. Dabei konnten die U-Boote davon profitieren, daß viele Sicherungsfahrzeuge zur Abwehr einer drohenden Invasion England abgezogen wurden (Phase 2).
----------

In der sich anschließenden Phase 3, die bis Dezember 1941 andauerte, kam es zu Geleitzugschlachten auf den Handelsrouten im nördlichem Atlantik. Trotzdem gingen die Erfolgszahlen der deutschen U-Boot-Waffe zurück.
In diese Zeit fielen die ersten Erfolge der britischen Funkentschlüsselung.
----------

Mit dem Kriegseintritt der USA begann die Phase 4, die bis Mitte 1942 andauerte. Sie war geprägt von Einzeloperationen der U-Boote gegen den ungeschützten Handelsverkehr vor der amerikanischen Ostküste und später in der Karibik.
----------

Nachdem es den Alliierten gelungen war, in allen gefährdete Seegebieten ein funktionierendes Geleitzugsystem einzuführen, zogen sich die deutschen U-Boote wieder in den mittleren Atlantik zurück. Dort kam es in der Phase 5, die von Juli 1942 bis Mai 1943 andauerte, zum Höhepunkt der Atlantikschlacht und dem entscheidenden Sieg der Alliierten über die Deutschen.
----------

Nach dem Ansteigen der U-Boot-Verluste verlegte Admiral Dönitz die verbliebenen U-Boote in der Phase 6 von Juni - August 1943 in entlegenere Seegebiete.
----------

In der Phase 7 von September 1943 bis Mai 1944 versuchten die Deutschen durch den Einsatz neuer Waffen und neuer Technik die Initiative zurückzugewinnen.
----------

In der abschließenden Phase 8 versuchten die geschlagenen U-Boote möglichst viele gegnerische Kräfte und Ressourcen zu binden, um die Heimatfront zu entlasten und um auf die neuen U-Boote zu warten. Von den neuen "Wunderwaffen" versprachen sich viele U-Boot-Fahrer nochmals eine Wende in der Atlantikschlacht, die jedoch niemals eintrat.

 

weiter zur Phase 1