Oktober 1939
Vorstoß nach Norden (als Flaggschiff von V.Adm. Marschall) mit "KÖLN" und Zerstörern gegen Skandinavien- England-Verkehr. Ohne Ereignisse.

21.-27. Nov. 1939
Als Flaggschiff des Flottenchefs (Adm. Marschall) zusammen mit "SCHARNHORST" Vorstoß in die Gewässer südl. von Island gegen die Northern Patrol. Der Verband versenkte den brit. Hilfskreuzer "RAWALPINDI" am  23. 11.39.  Die "GNEISENAU" erlitt am 26. 11. 39 beim Durchbruch durch die Shetland-Bergen-Enge bei schwerem Sturm starke Seeschäden und ging nach Rückkehr in Kiel in die Werft.

4. Februar 1940
Werftliegezeit beendet, "GNEISENAU" verlegte nach Wilhelmshaven.

18. Februar bis 20. Februar 1940
Als Flaggschiff des Flottenchefs (Adm. Marschall) zusamentuen mit "SCHARNHORST" und "ADMIRAL HIPPER" sowie Zerstörersicherung  Vorstoß nach Norden zur Bekämpfung des Convoyverkehrs Bergen-England im Zusammenwirken mit Unterseebooten (Operation "Nordmark"). Ohne Ereignisse.

7.-12. April 1940
Beim Unternehmen "Weserübung" Flaggschiff des Flottenchefs (V.Adm. Lütjens i.V.). Westlich der Lofoten Gefecht mit brit. Schlachtkreuzer "RENOWN" (wurde beschädigt) und Kreuzer "BIRMINGHAM". "GNEISENAU" erhielt Treffer, 12. 4. 40 Rückkehr von "GNEISENAU", "SCHARNHORST" und "ADMIRAL HIPPER" nach Wilhelmshaven.

4.-10. Juni 1940
Als Flottenflaggschiff (Adm. Marschall) mit "SCHARNHORST", "ADMIRAL HIPPER" und 4 Zerstörern von Kiel aus Vorstoß in das Nordmeer zur Entlastung der Norwegenkämpfe (Operation "Juno"). 8.6.40 Versenkung des Flugzeugträgers "GLORIOUS", der Begleitzerstörer "ARDENT" und "ACASTA" (durch "GNEISENAU" und "SCHARNHORST"), des Tankdampfers "OILPIONEER" (durch "GNEISENAU"), des Truppentransporters  "ORAMA (durch "ADMIRAL HIPPER") und des Bewachers "JUNIPER" (durch "ADMIRAL HIPPER").  Rückkehr nach Drontheim.

10.-12. Juni 1940
Vorstoß in das Nordmeer mit "ADMIRAL HIPPER" und 4 Zerstörern. Unternehmen vorzeitig abgebrochen. Rückkehr nach Drontheim.

20. Juni 1940
Auslaufen mit "ADMIRAL HIPPER" aus Drontheim nach Norden. 40 sm nordwestlich der Insel Halten erhielt "GNEISENAU" einen Torpedotreffer durch engl. Unterseeboot "CLYDE", so daß der geplante Vorstoß Island - Faroer - Orkney abgebrochen wurde.  Notreparatur in Drontheim.

25. Juli 1940
Auslaufen der „GNEISENAU" zum Rückmarsch nach Kiel zusammen mit „NÜRNBERG".

28. Juli 1940
Ankunft in Kiel.

Juli-Dezember 1940
Werftliegezeit in Kiel.

28. Dezember 1940
Als Flottenflaggschiff (Adm. Lütiens) mit „SCHARNHORST" erster Versuch des Durchbruchs in den Atlantik. Abgebrochen wegen schlechten Wetters. Verband lief zurück. „GNEISENAU" hatte Seeschäden.

22. Januar 1941
Durchbruchsversuch zusammen mit „SCHARNHORST" wiederholt und gelungen.

4. Februar 1941
Höhe südl. Grönland erreicht.

8. Februar 1941
Angriffsversuch auf Convoy HX-108 bei Sichtung des brit. Schlachtschiffes „RAMILLIES" abgebrochen.

22. Februar 1941
Ostwärts von Neufundland 5 Einzelfahrer durch den Verband versenkt.

7.-9. März 1941
Angriffsversuche auf den Convoy SL-67 bei Sichtung des brit. Schlachtschiffes „MALAYA" abgebrochen. Zwei herangeführte Unterseeboote versenkten 5 Handelsschiffe. Am 9. 3. 41 wurde ein Einzelfahrer versenkt.

15.-16. März 1941
Südostwärts von Neufundland versenkte der Verband insgesamt 16 Schiffe, dann bei Sichtung des brit. Schlachtschiffes „RODNEY" abgelaufen.
Gesamterfolg dieser Unternehmung Januar- März 1941 22 Schiffe mit 115 600 BRT, davon versenkte die „GNEISENAU" 14 Schiffe mit 66 300 BRT.

22. März 1941
Einlaufen in Brest.

April 1941
Lufttorpedo- und Bombentreffer in Brest. Anschließend Werftliegezeit.

11. Februar bis 13. Februar 1942
Kanaldurchbruch mit „SCHARNHORST", „PRINZ EUGEN", Zerstörern, Torpedobooten, Schnellbooten und Sicherungsstreitkräften. Flaggschiff ist die „SCHARNHORST". Der B.d.S. (V.Adm. Ciliax) stieg nach Minentreffer auf „SCHARNHORST" auf die „GNEISENAU" über. Insgesamt „SCHARNHORST" zwei, „GNEISENAU" einen Minentreffer erhalten. „GNEISENAU" am 12.2.42 auf Brunsbüttel Reede zur Fahrt nach Kiel.

26. Februar bis  27. Februar 1942
In der Nacht vom 26. zum 27. Februar 1942 erhielt die„GNEISENAU" einen schweren Bombentreffer in Kiel. Das Schlachtschiff lag daraufhin einsatzunfähig bis 4. 4. 1942 in Kiel.

4. April 1942
Nach Gotenhafen zur Außerdienststellung.

1. Juli 1942
In Gotenhafen außer Dienst gestellt.

1943
Umbaustopp.

März 1945
In Gotenhafen als Blockschiff gesprengt.

1947-51
Abgebrochen und verschrottet.

 

 

Diese Chronik basiert auf dem Werk “Kriegsmarine 1939 - 1945 von W.Lohmann und H.H. Hildebrand