12./13. Dezember 1939
Deutsche Zerstörer legten in der Nacht vom 12. zum 13. Dezember 1939 vor Newcastle ein Minenfeld. Der B.d.A.­Verband, „NÜRNBERG", „LEIPZIG" und „KÖLN", bezog in der westlichen Nordsee eine Auffangstellung und nahm die 5 Zerstörer auch am Morgen des 13. 12. 1939 auf. Ein brit. Bomberverband suchte die deutschen Seestreitkräfte vergeblich. Dem brit. Uboot „SALMON" gelang es, „NÜRNBERG" und „LEIPZIG" zu torpedieren. Die deutschen Zerstörer jagten das brit. Unterseeboot fünf Stunden lang, wodurch das Boot unter Wasser gedrückt wurde und die Torpedierung nicht melden konnte. Dies ermöglichte den beschädigten Kreuzern ein Ablaufen nach Osten.

15. Dezember 1939
Die beschädigte „LEIPZIG" wurde auf dem Rückmarsch längs der dänischen Küste nach Süden erneut von einem Unterseeboot (brit. Uboot „URSULA") angegriffen. Die auf die „LEIPZIG" abgeschossenen Torpedos trafen aber ein Geleitfahrzeug des Kreuzers, den Flottenbegleite „F 9", der sofort sank.

Dezember 1939 - November 1940
Werftliegezeit. Das Schiff wurde später nicht wieder voll einsatzfähig. Es wurde zum Schulschiff umgebaut. Der zerstörte Kesselraum wurde Schlafsaal für Kadetten.

Februar 1940
„LEIPZIG" außer Dienst gestellt.

1. Dezember 1940
Wieder in Dienst gestellt.

September 1941
Einsatz im Rahmen der Baltenflotte in der Ostsee bei Osel und Dagö.

November 1941
Mit Bildung des Ausbildungsverbandes der Flotte im November 1941 gehörte die „LEIPZIG" zu diesem Verband Zunächst war der Kommandant des Kreuzers zugleich m.W.d.G.d. Verbandschefs beauftragt. Einsatz als Schulschiff bis Februar 1943.

Februar 1943
Außer Dienst gestellt.

1. August 1943
Wieder in Dienst gestellt, zunächst bis 5. 9. 1943 mit reduzierter Besatzung. Schulschiff.

15. Oktober 1944
„LEIPZIG" lief abends aus Gotenhafen aus, um in Swinemünde eine Minenladung zu übernehmen. Vor Hela stoppte der Kreuzer um umzukuppeln. Die Antriebsanlage des Schiffes war kompliziert. Die „LEIPZIG" war mit Marschdiesel und Mittelschraube ausgelaufen und wollte nun die Turbinen für den Antrieb der Seitenschrauben einschalten. Die Umschaltung dauerte ca. 15 Minuten. In dieser Zeit wurde die gestoppt daliegende „LEIPZIG" durch den herrschenden SO-Wind von der richtigen auf die falsche Seite des Zwangsweges getrieben. Unsichtiges Wetter. Bevor „LEIPZIG" wieder Fahrt aufnehmen konnte, wurde sie um 20.04 Uhr durch den von einer Küstenbeschießung bei Memel nach Gotenhafen zurückkehrenden schweren Kreuzer „PRINZ EUGEN", der rund 20 Knoten lief, gerammt. 14 Stunden waren die Schiffe ineinander verkeilt. Erst gegen Mittag des 16. 10. 1944 kamen sie frei. Die schwer beschädigte „LEIPZIG", Gefahr des Auseinanderbrechens bestand, konnte nach Gotenhafen eingebracht werden. Behelfsmäßige Reparatur (der Kesselraum III und der Kadettenschlafraum - ehern. Kesselraum 11 - blieben voll Wasser).

März 1945
Die Artillerie der „LEIPZIG" griff in die Landkämpfe um Gotenhafen ein.

25. - 29. März 1945
Das Schiff verlegte nach Apenrade.

1945!46
Nach der Kapitulation wurde das Schiff nach Wilhelmshaven überführt und am 16. Dezember 1946 mit Gasmunition beladen und in der Nordsee versenkt.