September - Oktober 1939
„NÜRNBERG", Flaggschiff des B.d.A., trat nach Beendigung des Polenfeldzuges zum Marinegruppenkommando West und verlegte in die Nordsee. Minenoperationen in der Nordsee und vor der englischen Küste.

12. - 13. Dezember 1939
Der B.d.A.-Verband hatte in der Nacht vom 12. zum 13.Dezember 1939 in der westlichen Nordsee eine Auffangstellung eingenommen, während 5 Zerstörer vor Newcastle Minen legten. Auf dem Rückmarsch der deutschen Seestreitkräfte gelang es dem brit Unterseeboot „SALMON", sowohl die „NÜRNBERG" als auch die „LEIPZIG" zu torpedieren. Beide Kreuzer konnten aber die deutschen Gewässer erreichen, da die Zerstörer das brit. Uboot stundenlang verfolgten und so an der Abgabe einer Meldung hinderten.

Dezember 1939 - Mai 1940
Werftliegezeit.

Juli 1940
„NÜRNBERG" wieder einsatzbereit. Sie verlegte nach Drontheim, wo bereits „SCHARNHORST", „GNEISENAU" und „ADMIRAL HIPPER" lagen. „SCHARNHORST" und „GNEISENAU" liefen am 20. 6. 1940 mit dem Ziel Heimat aus, „GNEISENAU" kehrte jedoch infolge Torpedotreffer (brit. Uboot „CLYDE") zurück. Am 25. 7. 1940 geleitete „NÜRNBERG„ mit 4 Zerstörern die beschädigte „GNEISENAU" nach Kiel (Ablenkungsvorstoß des Schweren Kreuzers „ADMIRAL HIPPER" in Richtung Bäreninseln).

August 1940 - November 1942
Verwendung in der Heimat.

November - Dezember 1942
Die „NÜRNBERG" verlegte wieder nach Norwegen. Sie traf am 2. 12. 1942 in Narvik bei der Kampfgruppe ein (Ersatz für den im November 1942 in die Heimat entlassenen Schweren Kreuzer „ADMIRAL SCHEER"). Eingesetzte Großkampfschiffe in Norwegen im Dezember 1942: „ADMIRAL HIPPER", „LÜTZOW" und „KÖLN" im Altafjord, „NÜRNBERG" in Narvik, „TIRPITZ" (in Reparatur) in Drontheim.

Frühjahr 1943
„ADMIRAL HIPPER" (beschädigt 31. 12. 1942) und „KÖLN" wurden im Februar 1943 nach Deutschland verlegt, so daß nur „TIRPITZ", „LÜTZOW" und „NÜRNBERG" in Norwegen verblieben. Im März 1943 trat die „SCHARNHORST" hinzu.

Mai 1943
Die „NÜRNBERG" wurde in die Heimat zurückgerufen. Vor Stavanger Abwehr zweier brit. Schnellboote. Ab Mai 1943 Einsatz in der Ostsee.

Januar 1945
Einsatz im Skagerrak. Legen der „Titus"-Minensperre.

Ab 27. Januar 1945
In Kopenhagen. In den letzten Kriegstagen wehrte die „NÜRNBERG" an der Pier in Kopenhagen mit Einsatz leichter Flakwaffen Versuche dänischer Partisanen ab, das Schiff zu erobern.

24. Mai 1945
Überführung der „NÜRNBERG" zusammen mit dem Schweren Kreuzer „PRINZ EUGEN" nach Wilhelmshaven im Geleit des brit. schweren Kreuzers „DEVONSHIRE" und des brit. leichten Kreuzers „DIDO".

18. Dezember 1945
Übergabe der „NÜRNBERG" an die Russen in Wilhelmshaven.

2. Januar 1946
Auslaufen der „NÜRNBERG" zusammen mit dem Zerstörer „Z 33" und den Torpedobooten „T 33" und „T 107" sowie dem Zielschiff „HESSEN", dem Fernlenkboot „BLITZ" und dem Ubootsbegleitschiff „OTTO WÜNSCHE" nach Libau („OTTO WÜNSCHE" brachte die deutschen Besatzungen von Libau wieder zurück).

5. Januar 1946
Ankern vor Libau. Die Ketten der „NÜRNBERG" brachen. Der Kreuzer dampfte während der Nacht vor Libau auf und ab.

6. Januar 1946
Einlaufen in den Hafen von Libau.

Die „NÜRNBERG" erhielt in Rußland den Namen „ADMIRAL MAKAROW".