21.-27. Nov. 1939
Zusammen mit "GNEISENAU" Vorstoß gegen die Northern Patrol in die Gewässer südlich von Island. Der Verband versenkte am 23. 11. 39 den britischen Hilfskreuzer  "RAWALPINDI".

18.-20. Febr. 1940
Mit "GNEISENAU", "ADMIRAL HIPPER" und Zerstörern Vorstoß nach Norden zur Bekämpfung des Convoyverkehrs Bergen - England (Operation "Nordmark"). Keine Erfolge.

7.-12. April 1940
Unternehmen "Weserübung". "SCHARNHORST" gehörte zur Deckungsgruppe und nahm zusammen mit der "GNEISENAU" an dem Gefecht mit dem brit. Schlachtkreuzer "RENOWN" (wurde beschädigt) und dem brit. Kreuzer "BIRMINGHAM" westlich der Lofoten teil.

4.-10. Juni 1940
Mit "GNEISENAU", "ADMIRAL HIPPER" und 4 Zerstörern von Kiel aus Vorstoß in das Nordmeer (Operation "Juno"). Der Verband vernichtete am 8.6.40 den Flugzeugträger "GLORIOUS" und die Begleitzerstörer "ARDENT" und "ACASTA", den Tankdampfer "OILPIONEER", den Truppentransporter "ORAMA" und den Bewacher "JUNIPER" (sämtlich britischer Nationalität). "SCHARNHORST" erhielt einen Torpedotreffer (vom Zerstörer "ACASTA"), wodurch Mittel- und Steuerbordmaschine ausfielen und der achtete Drillingturm Caesar außer Gefecht gesetzt wurde. Rückkehr nach Drontheim.

Juni 1940
Notreparatur in Drontheim und Rückkehr in die Heimat. Vergebliche brit. Fliegerangriffe. Werftliegezeit.

28. Dezember 1940
Zusammen mit "GNEISENAU" erster Versuch des Durchbruchs in den Atlantik. Unternehmung abgebrochen, da die "GNEISENAU" infolge des schlechten Wetters Seeschäden erhielt.

22. Januar 1941 - 22. März 1941
erneutes Auslaufen zum Durchbruch in den Atlantik. Unternehmung glückte, und es wurde am 3. 2. 41 die Dänemark-Straáe passiert.
8.2.1941Geleitzug HX-108 gesichtet, der jedoch vom brit. Schlachtschiff "RAMILLIES" gedeckt wurde. "SCHARNHORST" versuchte das Schlachtschiff auf sich zu ziehen und vom Geleit wegzulocken, was aber nicht gelang. Daraufhin Angriffsversuch abgebrochen.
 7./9.3.41. Der Verband brach bei Sichtung des britischen Schlachtschiffes "MALAYA" den Angriff auf Geleit SL-67 ab. Zwei Unterseeboote wurden herangeführt und versenkten 5 Handelsschiffe. Am 9.4.41 wurde ein Einzelfahrer versenkt.
15./16.3.41. Südostwärts Neufundlands Geleitzugschlacht.
22.3.41. Einlaufen in Brest.
Gesamterfolg der Unternehmung 22 Schiffe mit 115 600 BRT, davon versenkte die "SCHARNHORST" 8 Schiffe mit 49 300 BRT.

März 1941 - Februar 1942
Liegezeit in Brest, teilweise Werftliegezeit. Starke britische Flugzeugangriffe. 5 Bombentreffer bei Luftangriff vor La Pallice. Schwere Schäden. 3 Bomben schlugen durch sämtliche Aufbauten und Decks bis zum Doppelboden durch, krepierten jedoch nicht.

11.-12. Februar 1942
Auslaufen aus Brest zum Kanaldurchbruch als Flaggschiff des B.d.S. (V.Adm. Ciliax). "SCHARNHORST" erhielt zwei Minentreffer und war für eine halbe Stunde manövrierunfähig. Der B.d.S. stieg auf den F.d.Z.-Zerstörer über. Der Schaden wurde mit Bordmitteln soweit behoben, daß "SCHARNHORST" mit eigener Kraft planmäßig die Deutsche Bucht erreichen konnte und am 12. 2. 42 in Wilhelmshaven eintraf. Anschließend Werftliegezeit und dann in Gotenhafen stationiert (Ausbildung).

März 1943
Unter Führung des Flottenchefs nach zwei vergeblichen Versuchen nach Nordnorwegen in den Westfjord/Altafjord verlegt und der dortigen Kampfgruppe zugeteilt.

6.-7. Sept. 1943
Die Kampfgruppe mit "TIRPITZ", "SCHARNHORST" und Zerstörern führte ein Unternehmen gegen Spitzbergen durch, wobei der feindliche Stützpunkt zerstört wurde.

Sept.-Dezember 1943
Die "SCHARNHORST" erhielt den Kaafjord als Liegeplatz, später den Langfjord und führte in dieser Zeit keine Unternehmungen aus.

25. Dezember 1943
Die Kampfgruppe unter Konteradmiral Bey mit "SCHARNHORST" (Flaggschiff), "Z 29", "Z 30", "Z 33", "Z 34" und "Z 38 lief aus, um einen gemeldeten Geleitzug (Convoy JW-55B), der nach Murmansk bestimmt war, zu stellen. Schwere brit. Seestreitkräfte erfaßten mit ihren Radargeräten die "SCHARNHORST", die ihre Zerstörer vor dem entscheidenden Gefecht entlassen hatte. Es gelang dem Gegner nach mehrfachen Versuchen, die "SCHARNHORST" zu stellen und zu vernichten. Gesunken am 26. 12. 1943, 18.40 Uhr.

 

 

Diese Chronik basiert auf dem Werk “Kriegsmarine 1939 - 1945 von W.Lohmann und H.H. Hildebrand