Ab März 1941
Erprobungen in der Ostsee.

November 1941
Das geplante Auslaufen der „TIRPITZ" und „ADMIRAL SCHEER" in den Atlantik auf Führerbefehl nicht durchgeführt.

Januar 1942
„TIRPITZ" und „ADMIRAL SCHEER" wurden von Wilhelmshaven nach Drontheim verlegt.

5.-9. März 1942
1. Feindfahrt vom Einsatzhafen Drontheim als Flaggschiff des Vizeadmirals Ciliax in das nördliche Eismeer auf einen Geleitzug nach Murmansk (Convoy PQ-8 und QP-12). Die begleitenden Zerstörer wurden wegen schweren Wetters bald entlassen. „Z 14" versenkte einen leeren russ. Frachter sonst keine Erfolge. Angriff brit. Trägerflugzeuge ohne Erfolg, desgl. Angriff eines brit. Unterseebootes. Einlaufen in die Bogenbucht bei Narvik.

12. März 1942
Rückkehr nach Drontheim (Liegeplatz Faettenfjord).

März 1942 - Ende 1942
Kurze Ausbildungsfahrten und Übungsschießen im Raum Drontheim, Westfjord und Altafjord. Verschiedentlich angesetzte Unternehmen gegen Rußlandgeleite vorzeitig abgebrochen, da durch norw. Beobachter Gegenwirkung ausgelöst bzw. die Convoys sich aufgelöst hatten. (Darunter Anfang Juli 1942 ein Auslaufen mit „ADMIRAL HIPPER" und 6 Zerstörern und - als zweite Gruppe - „ADMIRAL SCHEER", „LÜTZOW" und 6 Zerstörern).

Jahreswende 1942/43
Längere Werftzeit im Loofjord.

März 1943
In die Bogenbucht bei Narvik verlegt, kurz darauf in den Kafjord, einen Nebenarm des Altafjords.
Aufstellung einer neuen Kampfgruppe mit „TIRPITZ", „SCHARNHORST", „LÜTZOW" und mehreren Zerstörern. Die Engländer stellten infolge dieser Bedrohung im Sommer 1943 die Geleite nach Murmansk ganz ein.

6.-7. Sept. 1943
Die Kampfgruppe (,TIRPITZ", „SCHARNHORST" und mehrere Zerstörer) unter Admiral Kummetz führte ein Unternehmen gegen Spitzbergen durch. Zerstörung des alliierten Stützpunktes.

22. September 1943
Angriff dreier brit. Klein-U-Boote. „X 6" legte eine Spezialmine unter das Heck der „TIRPITZ". „X7" und „X 5" kamen nicht zum Ziel und wurden vorher vernichtet. Während eine weitere Mine (wahrscheinlich in dem gesunkenen „X 6") ca. 25 m vom Schiff explodierte, ohne Schaden anzurichten, verursachte die Explosion der unter dem Heck befestigten Mine folgende Schäden: Mehrere Turbinen waren in ihren Lagern gelockert, alle 3 Schraubenwellen verbogen, Ruder stark beschädigt, Risse im Schiffsboden, wodurch einige Räume voll Wasser liefen usw., achterer 38 cm-Turm in seinen Lagern gelockert.

September 1943 -
5 volle Monate Reparatur unter Leitung von MObBaurat Krux

15. März 1944
Probefahrt im Altafjord und Einschießen der schweren Artillerie.

5. April 1944
Großangriff brit. Trägermaschinen in mehreren Wellen. „TIRPITZ" von insgesamt 15 Bomben getroffen. 108 Tote und 284 Verwundete.

17. April 1944
Neuer Flugzeugangriff, aber nur 1 Bombe traf die „TIRPITZ". Diese Bombe durchschlug zum ersten und einzigen Male beide Panzerdecks. Sie blieb im E-Schaltraum als Blindgänger stecken.

22. August - 29. August 1944
Weitere Angriffe brit. Flugzeuge.

15. August 1944
Über Kautokeino aus Nordrußland kommend, griff ein viermotoriges Langstreckenbombengeschwader die „TIRPITZ" an. Der Flugmeldedienst erfaßte verspätet. Ein Bombentreffer auf dem Vorschiff. Vorsteven verbogen. „TIRPITZ" nicht mehr einsatzfähig.

15. Oktober 1944
Auslaufen der „TIRPITZ" mit Schlepperhilfe aus dem Kafjord.

17. Oktober 1944
Festmachen im Sandesund, einem Vorläufer des Lyngenfjordes. Auch im Oktober wieder Luftangriffe.

12. November 1944
Lancaster-Langstreckenbomber führten den dritten Angriff durch. Der Jagdverband der Luftwaffe startete zu spät. Die erste Welle der Bomber erzielte bereits 3 Treffer. „TIRPITZ" erhielt 60 Grad Schlagseite. Bis auf einige leichte Flak fielen alle Waffen aus. Weitere Bomben rissen die Backbord-Bordwand zum Teil weg, und durch den Wassereinbruch drehte sich das Schiff auf insgesamt 135 Grad und schloß damit den größten Teil der unter dem Panzerdeck befindlichen Besatzung ein. Nur ein kleiner Teil konnte bei den Rettungsarbeiten geborgen werden.
Damit war die „TIRPITZ" vernichtet. Verluste bei diesem letzten Angriff: 902 Mann, darunter 28 Offiziere. Gerettet wurden 880 Mann.

 

 

Diese Chronik basiert auf dem Werk “Kriegsmarine 1939 - 1945 von W.Lohmann und H.H. Hildebrand