Am 19. August 1941 lief die britische Force K (Kreuzer NIGERIA und AURORA, Zerstörer ICARUS, ANTELOPE und ANTHONY) mit dem Truppentransporter EMPRESS OF CANADA von Scapa Flow in Richtung Spitzbergen aus, um die dortigen norwegischen und russischen Kolonien zu evakuieren sowie die auf der Insel befindlichen Anlagen zu zerstören.
Die Insel wurde durch die Truppen der Alliierten besetzt und 900 Norweger sowie 2000 Russen von der Insel evakuiert. Ein großer Teil des Kohlevorrates wurde vernichtet und die Minen zerstört.
NIGERIA und EMPRESS OF CANADA transportieren die russische Kolonie nach Archangelsk . Am 01. September trafen die Schiffe vor Barentsburg wieder mit der AURORA zusammen und traten den Rückmarsch nach England an.
Noch im gleichen Monat richtete die deutsche Luftwaffe eine kleine Wetterstation auf der Insel ein. Im Oktober gründete auch die Kriegsmarine an der Westküste Spitzbergens ihre erste Landstation und richtete im Gebiet des Liliehöck-Fjordes auf Nordspitzbergen die Station "Knospe" ein.
Am 14.Mai 1942 erfolgte im Rahmen der norwegischen Fritham-Expedition die Rückeroberung Spitzbergens durch die Allierten.
Die Evakuierung des Station „Knospe“ konnte erst am 23. August erfolgen und wurde durch U 435 unter KL Strehlow durchgeführt.

In den strategischen Planungen der deutschen Führung spielte Spitzbergen eine kaum nennenswerte Rolle. Dennoch wurde eine Unternehmung gegen die alliierte Besatzung und die Infrastruktur ins Auge gefasst. Im Rahmen dieser Unternehmung sollte eine Einheit an Land gesetzt werden, welche die noch vorhandenen Fördereinrichtungen zerstören sollte. Bei dieser Aufgabe sollte sie durch Schiffsartillerie unterstützt werden. Ein weiteres Ziel stellte die Vertreibung der alliierten Besatzung dar.
Als Bezeichnung für das Unternehmen wurde „Sizilien“ gewählt.

Karte von Spitzbergen

Am 06. September 1943 liefen die Schlachtschiffe TIRPITZ und SCHARNHORST unter Begleitung von neun Zerstörer  (ERICH STEINBRINCK, KARL GALSTER, HANS LODY, THEODOR RIEDEL, Z27, Z29, Z30, Z31, Z33) aus Alta- bzw. Kaafjord aus.
In der Nacht vom 07. auf den 08. September erreichten die Schiffe das Seegebiet um Spitzbergen
Um 3:05 Uhr liefen TIRPITZ und drei Zerstörer in den Grönfjord ein. Hierbei wurden die Zerstörer durch die Artillerie der norwegischen Truppen in Barentsburg getroffen. Dabei gab es aber  keine nennenswerten Schäden. Die deutschen Schiffe begannen mit einer halbstündigen Beschießung von Barentsburg welche einen Großteil der Stadt in Brand setzte. Im Schutze der Beschießung wurden 200 Mann des Landungstrupp auf die Insel gebracht
Zur gleichen Zeit liefen SCHARNHORST und weitere drei Zerstörer in den Adventsfjord um die Beschießung von Longyearbyen in Angriff zu nehmen. Die Truppen in der Stadt wurden von dem Angriff völlig überrascht. Während der Beschießung durch SCHARNHORST und die Zerstörer wurden durch letztere auch hier Infanteristen abgesetzt. Die Stadt Longyearbyen wurde nahezu vollständig zerstört. . Der durch eine dabei in Brand geschossene Schachtanlage entstandene Schwelbrand konnte erst 1963 erstickt werden.
Die norwegischen Truppen von Barentsburg und Longyearbyen zogen sich in vorbereitete Stellungen in den Bergen zurück.
Am Nachmittag des 08. September wurde die Aktion beendet. Die Kampfgruppe schloß ich wieder zusammen und verließ Spitzbergen in Richtung Norwegen. Am 09. September erreichten die Schiffe wieder ihre angestammten Liegeplätze im Alta- und Kaaford.
Der Erfolg der Aktion ist recht zweifelhaft. Zwar wurden durch die Beschießungen einige Einrichtungen der alliierten Truppen ausgeschaltet oder beschädigt, doch bereits am 19.10. landete der US-Kreuzer TUSCALOOSA mit 1 US- und 3 brit. Zerstörern norwegische Truppen in Spitzbergen zur Wiedererrichtung der Basen.
Bemerkenswert ist die Operation Sizilien aber durch die Tatsache, daß sie den einzigen echten Kampfeinsatz der TIRPITZ unter Einsatz ihrer schweren Artillerie bedeutete. Sie verschoß während des Einsatzes 52 Schuß des Kalibers 38cm und 82 Schuß des Kalibers 15cm.


Quellen: versch. Internetseiten