Die Schlacht in der Barentsee

Nach den schweren Verlusten bei den Rußland-Konvois PQ 17 und PQ 18 stellten die Allierten ihre Konvois in den Monaten November und Oktober 1942  völlig ein. Auf das Drängen Stalins hin sollten sie jedoch schnell wieder aufgenommen werden.
So wurde für den Dezember 1942 der Konvoi JW-51 zusammengestellt, der in zwei getrennten Gruppen nach Murmansk laufen sollte.
JW-51  A lief am 15.12. aus und erreichte sein Ziel am 25.12. ohne entdeckt zu werden.
Am 22.12. lief die zweite Hälfte, der JW-51 B von Schottland aus nach Norden. Dieser Konvoi wurde am 24.12. von deutschen Flugzeugen entdeckt und  gemeldet. Nachdem aus weiteren Sichtungsmeldungen klar wurde wo das Ziel des Konvois lag, wurde das Unternehmen Regenbogen befohlen.
ADMIRAL HIPPER in Noerwegens FjordenAm Nachmittag des 30.12. lief die Kampfgruppe unter Vizeadmiral Kummetz aus dem norwegischen Kaafjord aus. Sie bestand aus den schweren Kreuzern ADMIRAL HIPPER und LÜTZOW sowie den Zerstörern FRIEDRICH ECKHOLT, RICHARD  BEITZEN, THEODOR RIEDEL, Z29, Z 30 und Z31.
Der Angriffsplan sah vor das HIPPER, ECKHOLT, BEITZEN und Z29 den Konvoi von Norden umlaufen und die Sicherung auf sich ziehen würden.  LÜTZOW sollte dann mit RIEDEL, Z30 und Z31 den ungeschützten Konvoi von Süden her angreifen. Auch bei dieser Operation bestand die Weisung etwaigen überlegenen Gegnern auszuweichen. Durch die Seekriegsleitung  wurde dem Admiral ein Funkspruch zugeleitet, der diese Weisung noch einmal unterstreichen sollte. Die unglückliche Wortwahl des Spruches schränkte den Handlungsspielraum von Kummetz jedoch noch einmal  drastisch ein. Es hieß in diesem Spruch: "Verhalten am Feind: Bereits bei gleich starkem Gegner Zurückhaltung üben, da Eingehen größeren Risikos für Kreuzer un erwünscht.
In der Nacht zum 31.12. trennten sich die beiden Gruppen nach Plan um die Suche nach dem Konvoi aufzunehmen. Gegen 07.30 Uhr entdeckten die Ausgucks der HIPPER den Geleitzug. Der deusche Verband hielt aufgrund  der herrschenden Dunkelheit vorerst nur Fühlung.
Nachdem der britische Zerstörer OBDURATE zur Aufklärung von gesichteten Schiffen hinter den Konvoi lief, wurde er um 09.15 Uhr von  FRIEDRICH ECKHOLT unter Feuer genommen. Kurz nach halb 10 Uhr eröffnete auch HIPPER das Feuer auf den britischen Zerstörer ONSLOW. Der Kommantandt der ONSLOW meldete den Angriff um 09.41 Uhr und bat  um den Einsatz der Fernsicherung, bestehend aus den Kreuzern SHEFFELD und JAMAICA. Während des laufenden Gefechts wurde die ONSLOW schwer beschädigt und mußte abdrehen. Die verbliebenen Zerstörer wehrten  dennoch die weiteren Angriffe der deutschen Kampfgruppe ab, während der Konvoi nach Süden abdrehte.
LÜTZOW läuft zum Einsatz ausDie von Süden anlaufenden  deutschen Zerstörer Z30 und Z31 sichteten den Konvoi und hielten darauf zu, wurden jedoch vom Kommandanten der LÜTZOW wieder zurückbeordert um LÜTZOW zu sichern.
Als Folge hiervon lief die Kampfgruppe LÜTZOW an der  Spitze des Konvois mit Ostkurs vorbei. Der Geleitzug setzte sich weiter nach Süden ab, so das er im Heck der deutschen Schiffe entkam.
Um 11.15 Uhr sichteten sich die beiden deutschen Kampfgruppen und LÜTZOW wurde auf Gegenkurs  befohlen. Im weiteren Gefecht versenkte HIPPER den brit. Zerstörer ACHATES.
Um 11.32 Uhr wurden auf HIPPER dicht liegende Einschläge von Kreuzergranaten gemeldet. Eine Minute später wurde der deutsche Kreuzer  getroffen und seine Geschwindigkeit herabgesetzt. Die britischen Kreuzer SHEFFIELD und JAMAICA hatten das Gefechtfeld erreicht und das Feuer eröffnet. Während der deutsche Verbandsführer seine Schiffe auf den neuen  Gegner zulaufen ließ erreichte in ein Funkspruch in dem er aufgefordert wurde "kein unnötiges Risiko" einzugehen. Daraufhin gab er Befehl das Gefecht abzubrechen.
Der deutsche Zerstörer FRIEDRICH ECKHOLT lief in der falschen Annahme die HIPPER vor sich zu haben genau auf den Kreuzer SHEFFIELD zu und wurde von diesem versenkt.
Vizeadmiral Kummetz ließ den Verband Kurs auf den Altafjord nehmen und lief mit seinen Schiffen in den Morgenstunden des 01.01.1943 dort ein. Auf dem gesamten Rückmarsch wurde absolute Funkstille eingehalten.
Diese Gefecht sollte Folgen für die Kriegmarine haben.

Unternehmen Regenbogen - Die Folgen