Mit der Verlegung der Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau, sowie des schweren Kreuzers Prinz Eugen, von Brest zurück nach Deutschland (Unternehmen Cerberus) war der Krieg im Atlantik für die schweren Überwassereinheiten der Kriegsmarine faktisch beendet. Fortan sollten die Schiffe von den Fjorden Norwegen aus eine Bedrohung für die alliierten Geleitzüge im Nordmeer aufbauen.
Zu diesem Zeck war bereits im Januar die Tirpitz verlegt worden (Unternehmen Polarnacht). Weitere schwere Einheiten sollten schnellstmöglich folgen. Allerdings waren nur wenige Schiffe verfügbar.
Für eine sofortige Verlegung standen die schweren Kreuzer Prinz Eugen und  Admiral Scheer zur Verfügung.
Da Scharnhorst und auch Gneisenau bei der Operation Cerberus Minentreffer erhalten hatten kam für diese beiden eine umgehende Verlegung nicht in Frage.
Somit war klar, das eine umgehende Verstärkung der Tirpitz nur durch Kreuzer nicht aber mit Schlachtschiffe erfolgen konnte.

Prinz EugenSeit dem 13. Februar 1942 lag Prinz Eugen in der Schleuse von Brunsbüttel und traf Vorbereitungen für die Verlegungsfahrt.
Am 19. war der Kreuzer bereit zum Auslaufen. An Bord befanden sich dabei zusätzlich etwa 250 Soldaten die, aus dem Urlaub zurück, wieder nach Norwegen sollten.

Um 22.00 Uhr am 20. Februar lief die Prinz Eugen im Verband mit dem mittlerweile hinzu gestoßenen schweren Kreuzer Admiral Scheer. Der Befehlshaber des Verbandes, Vizeadmiral Ciliax, hatte seine Flagge auf Prinz Eugen gesetzt.

Am 21. Februar frühmorgens vereinigte sich der Verband mit seinen Sicherungseinheiten. Diese waren die Zerstörer Richard Beitzen, Hermann Schoemann, Paul Jacobi, Friedrich Ihn und Z 25 sowie die Torpedoboote Falke und Seeadler.

Um 12.10 Uhr meldete Admiral Scheer einen britischen Aufklärer. Dieser wiederum meldete den deutschen Verband umgehend an seine Heimatstelle,
Aufgrund eines Funkspruches, der durch "Ultra" entschlüsselt wurde, hatte die britische Admiralität Kenntnis von der geplanten Verlegung erhalten.
Aber nicht nur die britischen Codeknacker waren erfolgreich. Der von dem britischen Aufklärer abgesetzte Funkspruch wurde aufgefangen und von der B-Dienstgruppe auf Prinz Eugen entschlüsselt. Der Aufklärer meldete 2 Schlachtschiffe, 3 Kreuzer, 4 Zerstörer auf Höhe Limfjord mit Kurs360°.
Ciliax war klar das, aufgrund dieser übertriebenen Meldung, ein schwerer Luftangriff auf seine Schiffe bevorstand. Mit hoher Wahrscheinlichkeit würden die Briten die Scharte, die sie beim Kanaldurchbruch erhielten, ausmerzen wollen. Als Reaktion auf die Sichtmeldung lies Ciliax den gesamten Verband auf Gegenkurs gehen. Seine Entscheidung wurde durch das Marinegruppenkommando Nord bestätigt. Dieses befahl ihm um 14.32 Uhr den Marsch nach Norwegen abzubrechen und umgehend heim zu kehren.

Tatsächlich entging der Verband durch diese Entscheidung einem massiven Angriff britischer Torpedobomber.
Am späten Nachmittag hob die Gruppe Nord ihren Befehl wieder auf und wies Ciliax an, nach Einbruch der Dunkelheit wieder auf Nordkurs zu gehen. Es bestand in der Gruppe die Auffassung, dass ein Weitermarsch während der Nacht kaum noch Risiken bieten würde. Damit stand die Gruppe Nord in Widerspruch zu Ciliax Risikoeinschätzung.
Trotz allem entließ der Befehlshaber die beiden Torpedoboote nach Helgoland und ging wieder auf Nordkurs.

Admiral ScheerAm 22. Februar, gegen 08.15 Uhr, nahm der Verband vor Karmsund Lotsen an Bord. Kurz darauf erfolgte ein erfolgloser Angriff britischer Torpedobomber.
Gegen Mittag erreichte der Verband den Grimstadtfjord und ging vor Anker. Die Zerstörer ergänzten Treibstoff und gegen Abend wurde der Marsch nach Trondheim wieder aufgenommen.

Während der Ankerphase war ein Spitfire-Aufklärer über den Schiffen aufgetaucht. Auf eine Meldung hin entsandt der C-in-C, Admiral Tovey, den Flugzeugträger Victorious und den schweren Kreuzer Berwick auf eine Position in der Nähe von Kap Stadlandet, um den deutschen Verband abzufangen. Gleichzeitig sollten vier Unterseeboote die Zuwege nach Trondheim versperren.
Eines dieser U-Boote war die Trident unter Lieutenant-Commander Sladen. Ihr gelang am 23. Februar, gegen 07.00, Uhr ein Angriff auf den deutschen Verband.
Nach der Sichtung der deutschen Schiffe auf Höhe des Grip-Leuchtfeuers ging Sladen auf einen Kurs, der ihn möglichst dicht an den deutschen Verband brachte. Er gab dann den Befehl einen Fächer aus sieben Torpedos abzuschießen. Aufgrund eines Missverständnisses wurden jedoch nur drei Torpedos auf die Ziele abgeschossen bevor die Trident abtauchte.
Um 07.02 Uhr detonierte der erste Torpedo achteraus an Backbord der Prinz Eugen. Auf dem Kreuzer wurde ein Treffer auf Admiral Scheer angenommen.
Um 07.05 Uhr wurde der Kreuzer direkt getroffen. Durch die Wucht des Torpedotreffers schlugen die Schnellverschlüsse zu und die Turbinen fielen aus.
Gleichzeitig öffneten sich die Sicherheitsventile der Kessel und der Dampf wurde abgelassen. Das Schiff hatte nunmehr keinen Antrieb mehr und lag gestoppt.
Zudem kam auch die Meldung herein, das die Ruderanlage unklar sei. Vom mittleren Wellentunnel wurde Wassereinbruch gemeldet, Schrauben und Maschinen seien aber klar.
Über die Art des Treffers sind sich Ciliax und der Kommandant des Kreuzers, Kapitän z.S. Brinkmann, uneins. Während Cilliax einen Minentreffer vermutet, geht Brinkmann richtigerweise von einem Torpedotreffer aus.
Wie dem auch sei, die Ruderanlage war ausgefallen und das Ruder klemmte auf 10° Backbord. Zudem war das Achterschiff ab Spant 6,5 abgeknickt.
Nach dem Wiederanfahren der Maschinenanlage gelingt es der Schiffsführung mit etwa 10 kn und steuern über die Schrauben, wieder auf Kurs Trondheim zu kommen. Prinz Eugen wird dabei von zwei Zerstören und zwei Torpedobooten eskortiert.

Etwa um Mitternacht vom 23. auf den 24. Februar konnte endlich im Trondheim-Fjord geankert werden. Hier nun ergab sich die Möglichkeit die Schäden genauer zu begutachten.
Das Ergebnis war niederschmetternd. Der Kreuzer war nicht mehr einsatzbereit und eine vollständige Reparatur in Norwegen ausgeschlossen.
Man beschloss daher eine Notreparatur, die das Schiff in die Lage versetzen sollte in eine deutsche Werft zurückzukehren.
Dieses erfolgte im Mai 1942 während des Unternehmens Zauberflöte.