Nach dem Angriff auf die UdSSR bestand seitens der Seekriegsleitung das Interesse an einer Operation gegen den nordsibirischen Schiffsverkehr.
So wurde im Mai 1942 durch das Gruppenkommando Nord ein Plan zum Einsatz der schweren  Kreuzer ausgearbeitet. Die Seekriegsleitung stimmte diesen Planungen zu und befahl die Ausführung der Operation Wunderland für Mitte August. Als teilnehmende Einheiten wurden die ADMIRAL SCHEER und die LÜTZOW bestimmt.

Am 11. August 1942  begann die Aufklärung gegen Spitzbergen durch das U-Boot U 225 sowie durch ein BV-138 Flugboot.
Zusätzlich wurde von U 435 ein Wetterbeobachtungstrupp abgesetzt und Eisaufklärung durch die Boote U 601 und U 251 durchgeführt.

Der  Einsatzbefehl erging nach erfolgreicher Aufklärung nur an den schweren Kreuzer ADMIRAL SCHEER, da die LÜTZOW zu diesem Zeitpunkt nicht einsatzbereit war.

  • Angriff der ADMIRAL SCHEER und der im Rahmen dieser  Aufgabe mit eingesetzten U-Boote gegen den in der Kara-See  laufenden Schiffsverkehr. Hauptziel sind Geleitzüge  unter Bevorzugung der von Osten kommenden.
  • Beschießung von wichtigen Landzielen.
  • Erbeutung von Geheimunterlagen und Gefangennahme von  geheimnistragenden Personen durch Landungen an  gegnerischen Stützpunkten.

 

Versenkung der SIBIRJAKOV

Am 16.August lief die ADMIRAL SCHEER unter Sicherung der Zerstörer FRIEDLICH ECKHOLT, RICHARD BEITZEN und ERICH STEINBRINCK aus Narvik aus. Nach Entlassung de Sicherungskräfte am Mittag des 17.August passierte die ADMIRAL SCHEER am  19.August Kap Zelanija mit östlichem Kurs.
Es war am 25.August als die ADMIRAL SCHEER nordwestlich des Nordenskjöld-Archipels auf den sowjetischen Eisbrecher SIBIRJAKOV traf. Es entwickelte sich ein Gefecht, in dessen Verlauf der Eisbrecher trotz tapferer und geschickter Gegenwehr  versenkt wurde.
Zwei Tage später beschoß die ADMIRAL SCHEER den Stützpunkt Port Dickson. Dabei wurden die Landanlagen, ein Wachschiff und ein Dampfer schwer beschädigt.

 

Die unsprüngliche Absicht eine Landung vorzunehmen um Geheimmaterial  zu erbeuten wurde fallengelasssen. Die Gegenwehr durch eine Küstenbatterie und die im Hafen liegenden Schiffe war so stark, daß der Kreuzer einer zu großen Gefahr ausgesetzt gewesen wäre.
So trat die ADMIRAL SCHEER den Rückmarsch an und traf am 30.August wieder in Narvik ein.