Nach dem 1. Weltkrieg mußte das deutsche Reich harte Beschränkungen im militärischen Bereich hinnehmen. Festgelegt wurden diese im Vertrag von Versailles. Ziel dieser Beschränkungen war es die Großmachtsbestrebungen  Deutschlands zu unterdrücken, jedoch eine grundlegende Verteidigungsfähigkeit zu erhalten.
Die wichtigsten Punkte, welche die deutsche Marine betrafen:
 

  • Abschaffung der allgemeinen Wehrpflicht.
  • Begrenzung der Personalstärke auf 15.000 Mann, incl. 1500 Offizieren.
  • Personalreserven waren verboten.
  • Verpflichtung von Offizieren für mindestens 25 Jahre, andere Dienstgrade für 12 Jahre.
  • Ausgeschiedene Marinesoldaten durften in keinem anderen Wehrmachtsteil weiterdienen. Soldaten die in der Marine blieben, mußten sich bis zum 45. Lebensjahr verpflichten.
  • Handelsmarinepersonal durfte nicht militärisch ausgebildet werden.
  • Maximale Schiffsstärke:
    6 Schlachtschiffe (+ 2 Reserve)
    6 Kreuzer (+ 2 Reserve)
    12 Zerstörer (+ 2 Reserve)
    12 Torpedoboote (+ 2 Reserve)
    begrenzte Anzahl von Kleinfahrzeugen
  • Verbot des Besitzes und Bauens von U-Booten, Flugzeugträgern, militärischer Flugzeuge und schwerer Artillerie.
  • Begrenzung der Tonnage auf:
    Schlachtschiffe       10.000 Tonnen
    Kreuzer                   6.000 Tonnen
    Zerstörer                     800 Tonnen
    Torpedoboote             200 Tonnen
  • Ersatzbauten waren nur für Schiffe erlaubt die zwischen 15 und 20 Jahre alt waren oder für gesunkene bzw. zerstörte Schiffe.
  • Zum Räumen von Minen mußten Minensuchboote zur Verfügung gestellt werden.
  • In neutralen Häfen liegende Einheiten mußten den Alliierten übergeben werden.
     
    Versailler Vertrag - Wichtige Vertragsartikel