Im Frühjahr 1919 entstand als oberste Kommandobehörde der Marine die Admiralitat, die am 15.9. 1920 in Marineleitung umbenannt wurde. Mit der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht erfolgte mit Wirkung vom 1.6. 1935 eine nochmalige Umbenennung in Oberkommando der Kriegsmarine.

Das Oberkommando der Kriegsmarine (OKM) befand sich in Berlin, Tirpitzufer. Nach Ausbombung des Kommandogebaudes im November 1943 wurde das Stabs- quartier „Bismarck' in Eberswalde bezogen. Teile des OKM verblieben jedoch in Berlin. Der Ob.d.M. übersiedelte nach kurzer Zeit u. a. mit Teilen seines Führungsstabes and dem MPA von „Bismarck" in die Ausweiche „Koralle" bei Bernau. Für die in Berlin verbliebenen Teile des OKM war als weitere Ausweiche das Stabsquartier „Roon" vorgesehen, das jedoch nicht mehr belegt wurde.

Anfang Februar 1945 begann die Überführung der im Stabsquartier „Bismarck" stationierten OKM-Teile in den Raum Varel/Wilhelmshaven. Von dort verlegte das OKM in den Raum Eutin and endlich nach Flensburg-Glücksburg. Auch „Koralle" verlegte nach Norden, befand sich auf dem Wege in den Raum Flensburg Ende April 1945 für einige Tage in Plön. Bei der Kapitulation war fast das gesamte OKM im Raum Flensburg-Glücksburg versammelt.

Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (Ob.d.M.):

  • Großadmiral Dr.h.c. Raeder   10.28 - 1.43
  • Großadmiral Dönitz  1.43 - 4.45
  • Generaladmiral v. Friedeburg   5.45 - Ende

Adjutant des Ob.d.M. (M II):

  • K.Kapt. Freiwald   10.38 - 5.43
  • K.Kapt. Hansen-Nootbaar   5.43 - 9.44
  • K.Kapt. Lüdde-Neurath   9,44 - 4.45
  • K.Kapt. Salman   5.45 - Ende

Admiral beim Ob.d.M:

  • K.Adm. Wagner (Gerhard)   6.44 - 4.45

standiger Vertreter des Ob.d.M. im Führerhauptquartier:

  • V.Adm. Krancke   1.42 - 3-43
  • V.Adm. Voss (Hans-Erich)   3.43 - 4.45