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Unterpunkte:

Bismarck
Tirpitz
Scharnhorst
Gneisenau
H-Klasse
O-Klasse

Die Gneisenau-Klasse

 

In den Aufbauplänen der Kriegsmarine spielte das Schlachtschiff als “Kern der Flotte” weiterhin eine große Rolle. Nach den Einschränkungen, die der Versailler Vertrag den  Deutschen auferlegt hatte war an einen Bau dieses Schiffstyps nicht zu denken.
Die Panzerschiffe der Deutschland-Klasse stellten keinen wirklichen Ersatz für echte Schlachtschiffe dar.
Zwar wurde heimlich an der Entwicklung von Schlachtschiffen gearbeitet, jedoch machte erst das deutsch-englische Flottenabkommen den Weg für einen legalen Aufbau einer Schlachtflotte frei.
Mit einer Erfüllung des Z-Planes wären dann auch die Großmachtspläne der deutschen Führung im Bezug auf eine mächtige Schlachtflotte umgesetzt worden. Die  Kriegsmarine hätte einen Kern von zehn Schlachtschiffen sowie drei Schlachtkreuzern dienstbereit gehabt. Mit den darin enthaltenden sechs Schlachtschiffen des H-Typ wäre eine imposante Streitmacht entstanden.

 

GNEISENAU-Klasse:
(SCHARNHORST, GNEISENAU )

Dieser Typ war genaugenommen eine Notlösung. Da die vorgesehenen neuen 38cm Türme noch nicht zur verfügung standen, rüstete man die beiden Neubauten mit 28cm  Drillingstürmen aus, die schon auf den Panzerschiffen der DEUTSCHLAND-Klasse verwendet wurden. Artilleristisch waren sie damit für moderne Schlachtschiffe  unterbewaffnet. Man erwog die spätere Umrüstung auf die vorgesehenen Geschütze und begann bei der Gneisenau auch mit dem Umbau, führte diesen jedoch aufgrund  der starken Schäden die das Schiff nach Luftangriffen aufwies nicht mehr zuende.

 

BISMARCK-Klasse:
(BISMARCK, TIRPITZ)

Die beiden Schlachtschiffe der BISMARCK-Klasse waren die wohl kampfstärksten Einheiten die jemals für eine deutsche Marine in Dienst gestellt wurden. Das diese  Schiffe eine gelungene Konstruktion darstellten bewies die BISMARCK im Gefecht gegen den englischen Schlachtkreuzer HOOD und das Schlachtschiff PRINCE OF WALES sowie in ihrem Endkampf gegen die Schlachtschiffe KING GEORGE V und  RODNEY.
Der TIRPITZ war ein Beweis ihrer Schlagkraft gegen einen gleichwertigen Gegner versagt geblieben. Ihre Dienstzeit verbrachte sie fast vollständig in Nordnorwegen als potentielle Bedrohung der Nordmeergeleitzüge.
Man bezeichnete die TIRPITZ aufgrund dieser Tatsache auch als die “Einsame Königin des Nordens”

 

H-Klasse:

 Hohe Kampfkraft durch 40,6cm Geschütze und ein hoher Fahrbereich durch die Verwendung von Dieselmotoren hätten diese Schlachtschiffe zu idealen Großkampfschiffen gemacht. Dieser Schiffstyp wäre selbst der britischen KING  GEORGE V Klasse überlegen gewesen. Aufgrund dessen hätte die Möglichkeit bestanden, mit diesen Schlachtschiffen auch die Konvois anzugreifen die durch  schwere Einheiten gesichert wurden. Allerdings waren auch auf britischer Seite Schiffe in der Planung, die der H-Klasse ebenbürtig gewesen wären.
Von den sechs geplanten Schiffen dieses Typs sind nur noch die Bauten H und J  begonnen worden. Beide Bauten wurden im Jahre 1941 eingestellt und abgebrochen.

 

O-Klasse:

Diese Schlachtkreuzer gingen aus den Plänen des Panzerschiffes Typ P hervor. Als  Geschütze sollten die 38cm Zwillingstürme verwendet werden, die für den Umbau der Schlachtschiffe GNEISENAU und SCHARNHORST vorgesehen waren. Für das dritte Schiff wurden neue Türme geordert. Keiner dieser Schlachtkreuzer wurde  begonnen.