1_men_oben

Unterpunkte:

 

Die Zerstörerentwicklung
Friedenskennungen der Zerstörer
Die Zerstörerflottillen

Typ 1934
Typ 1934 A
Typ 1936
Typ 1936 A
Typ 1936 A (mob)
Typ 1936 B
Typ 1936 C
Typ 1942
ZH 1
ZG 3 Hermes
Spähkreuzer

 

Zur Sicherung der schweren Überwasserstreitkräfte gegen Torpedobootsangriffe wurde der Zerstörer entwickelt. Er führte, gegenüber dem Torpedoboot, eine  stärkere Artillerie mit sich. Mit dieser sollte der Zerstörer das angreifende Torpedoboot niederkämpfen bevor es seine Torpedos auf die schweren Schiffe losmachen konnte.
Im Vergleich zu anderen Marinen fielen die deutschen Zerstörer des II. Weltkrieges, vor allem ab dem Typ 1936 A durch ihre Größe aus dem Rahmen. Die Zerstörer ab  Z 23 stellten mit ihrer artilleristischen Stärke schon fast kleine Kreuzer dar.
Tatsächlich gingen die Überlegungen bis zu einem Großzerstörer für den Atlantikeinsatz hin. Dieser Zerstörertyp bezeichnete man später auch als  Spähkreuzer. Er wäre in seiner Größe nahe an die Dimensionen eines leichten Kreuzers herangekommen.

 

TYP 1934 und TYP 1934 A:

Schlechte Seeigenschaften aufgrund einer zu geringen Freibord war eines der Probleme dieser Typen. Sie nahmen bei schlechten Wetterbedingungen sehr viel  Wasser über. Zur Verbesserung der Einsatzfähigkeit wurden viele Umbauten an den Schiffen vorgenommen. Trotz aller Änderungen traten kaum Verbesserungen in den Seeigenschaften auf.

 

TYP 1936:

Basierend auf dem TYP 1934 hatten diese Schiffe ähnlich Probleme wie die vorhergegangenen Zerstörer, wenn auch die Seeigenschaften verbessert wurden.  Vor allem die Maschinenanlage stellte sich als weniger störanfällig heraus.

 

TYP 1936 A:

 Die Zerstörer ab Z 23 waren ursprünglich als TYP 1936 geplant. Die angestrebte Bewaffnunng mit 15cm Geschützen erforderten jedoch starke Konstruktionsänderungen. DIe Vergrößerung des Schiffskörpers fiel jedoch zu  gering aus. Infolge des hohen Gewichtes des vorderen Zwillingsturmes waren diese Schiffe sehr kopflastig und nahmen sehr viel Wasser über. Dies führte wiederum zu häufigen Ausfällen des vorderen Turmes.
Weitere auffällige Änderungen wurden im Heckbereich vorgenommen. Ein Doppelruder sollte die Dreheigenschaften verbessern und das auf deutschen Zerstörern vorherrschende Spiegelheck wurde leicht angespitzt um eine verbesserte  Rückwärtsfahrt zu ermöglichen.

 

TYP 1936 A (mob):

Im wesentlichen war dieser Zerstörer identisch mit den Schiffen des TYPS 1936 A.  Änderungen erfolgten vor allem im Bereich der Maschinenanlage um die Störunanfälligkeit zu verbessern.
Von den zwölf georderten Schiffen wurden nur sieben ferrtiggestellt.

 

TYP 1936 B:

Der Bau der Zerstörer des TYPS 1936 B war geprägt von ständigen Baustops, Wiederaufnahme der Arbeiten und Änderungen im Laufe der Bauphase.
Man kehrte bei diesen Zerstörern wieder zu den bewährten 12,7cm Geschützen zurück um die Probleme der vorhergenden Zerstörerkonstruktionen auszuschalten.
Ihre Fähigkeiten und besseren Seeeigenschaften konnten die Schiffe aufgrund ihrer späten Fertigstellung nicht mehr vollständig beweisen.

 

TYP 1936 C:

Dieser Typ war eine weiterführende Entwicklung des TYPS 1936 mit 12,7cm Geschützen in drei Zwillingstürmen. Zwei Schiffe dieses Typs wurden noch auf Kiel gelegt. Aufgrund von Beschädigungen die sie durch Fliegerbomben noch auf der  Bauwerft erhielten wurde von einer Fertigstellung abgesehen.

 

Spähkreuzer:

Die Spähkreuzer SP1 - SP3 wurden aus dem Projekt TYP 1938 A entwickelt. Sie wurden als Gr0ßzerstörer für den Atlantikeinsatz konzipiert.
Nur eines dieser Schiffe (SP1) wurde 1941 auf Kiel gelegt. Es erfolgte 1942 der Baustopp.

 

Projekte:

In der Kriegsmarine gab es weiter Zerstörerprojekte mit größeren und kleineren  Einheiten. Bis auf den Zerstörer Z 51 (TYP 1942) kam keiner dieser Zerstörer über die Planungsphase hinaus.
Z 51 lief im Oktober 1944 vom Stapel. Im Verlauf von Bombenangriffen auf die  Bauwerft wurde das Schiff so schwer beschädigt das eine Fertigstellung nicht mehr sinnvoll war.

 

ZH1 und ZG3:

 Unter den im Verlaufe des Krieges erbeuteten Schiffen befanden sich auch eine Anzahl einatzbereiter oder im Bau befindliche Zerstörer.
Zwei dieser Schiffe wurden von der Kriegsmarine übernommen und in Dienst gestellt.
Zum einen handelte es sich um die holländische GERARD CALLENBURGH , die die Bezeichnung ZH 1 erhielt, zum anderen um die griechische VASILEFS GEORGIOS, die neben der Bezeichnung ZG 3 noch den Eigennahmen HERMES erhielt.
Die Hermes war der einzige Zerstörer unter deutsche Flagge, der in Mittelmeer Dienst tat.