Der Paradeanzug setzte sich bei Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften aufgrund der jeweils zur Verfügung stehenden Kleidungsstücke unterschiedlich zusammen.

 

Offiziere, Musikinspizienten und Musikmeister

- blaues Jackett

- Reithose und Reitstiefel

- blaue Schirmmütze (Sommertragezeit: weißer Mützenbezug)

- Umlegekragen mit Langbinder

- Säbel (außer Portepeeunteroffiziere des Musikkorps)

- graue Handschuhe

- große Ordensschnalle

- Schärpe

- Fangschnur (ab 1939 bei: Paraden vor Hitler, militärischen Veranstaltungen im Beisein fremder Staatsoberhäupter und auf Anordnung des OKM)

 

Unteroffiziere mit Portepee, Oberfähnriche und Fähnriche

- blaues Jackett

- Reithose mit Reitstiefeln

- blaue Schirmmütze (Sommertragezeit: weißer Mützenbezug)

- Umlegekragen mit Langbinder

- Säbel (Fähnrichen war das Tragen ansonsten nicht gestattet)

- graue Handschuhe

- große Ordensschnalle

- Überschnallkoppel

 

Unteroffiziere ohne Portepee, Mannschaften

- Jacke

- blaues Hemd mit Hemdkragen (Sommertragezeit: weißes Hemd) und seidenes Halstuch

- blaue Mütze (Sommertragezeit: blauer Mützenbezug)

- blaue Hose

- Stiefel

- Koppel mit Patronentaschen und Seitengewehr

- Gewehr

- große Ordensschnalle

Dieser Paradeanzug galt sicher auch für Kadetten, da keine spezifische Erwähnung in den Dienstvorschriften auftaucht.

 

Getragen wurde der Paradeanzug bei allen Paraden, militärischen Veranstaltungen mit Anwesenheit Hitlers und/oder fremden Staatsoberhäuptern, von Ehrenkompanien und bei militärischen Beisetzungen. Als Zuschauen in Uniform bei Paraden wurde in der Regel der Dienstanzug getragen. Die Anzugsart wurde aber in der Regel befohlen.