Funkmessortung in Deutschland

Der wohl bekannteste Bereich der Funkmesstechnik ist die Funkmessortung. Sie dient dem Auffinden von Objekten und der Feststellung von Richtung (Peilung) und Entfernung eines Objektes.

Bis zur Nutzbarmachung des Funkmessens musste man sich auf den Schiffen auf optische Verfahren verlassen. Andere Schiffe mussten zunächst durch die Ausgucks, mit bloßem Auge oder Fernrohren  entdeckt werden.
Die Richtung konnte mit auf diese Arrt und Weise bereits bestimmt werden. Mittels einer Skalenvorrichtung auf der das Fernrohr montiert wird und bei perfekter Handhabung durch einen geübten Beobachter waren auch schon recht brauchbare Richtungswerte ermittelbar.
Mit dem Ansteigen der Kampfentfernungen aber versagten diese Vorrichtungen und Verfahrensweisen recht schnell.
Für die genaue Ermittlung der Entfernung und und der Richtung mussten erst speziellere Hilfsmittel geschaffen werden, welche dem Beobachtenden die Möglichkeit gaben auf optischem Wege eine Dreieckspeilung vornehmen zu können.
Die Ermittlung von Zielwerten auf optischer Basis hatte bis zum Beginn des zweiten Weltkriegs einen technisch hochstehenden Stand erreicht. Diese, für die Feuerleitung sehr wichtigen Messdaten, konnten mittels der vorhandenen Geräte bereits sehr präzise ermittelt werden. Gefechte waren auf Entfernungen von 25 - 30 km Entfernung fürbar.

Die optischen Verfahren hatten aber aber Grenzen und Probleme, die nach anderen technischen Lösungen verlangten.
Mit zunehmender Entfernung wird das Auffinden eines anderen Schiffes immer schwerer. Nur sehr geübte Beobachter konnten diese Schiffe ausmachen. Dieses wurde noch erschwert durch die Ermüdung der Augen im Laufe der Zeit die der Beobachter auf seinem Posten war.
Bei der modernen optischen Entfernungsmessung lagen die Probleme ähnlich. Weiter entfernete Objekte erschwerten die Peilung und auch bei diesen Verfahren führten Augenermüdung zu Fehlmessungen.
Bei schlechten Sichtverhältnissen und bei Dunkelheit war eine Sichtung und Peilung äusserst schwer, ja unmöglich.

Die Lösung für die Probleme bot sich durch die Möglichkeiten des Funkmessortungsverfahrens.
 Diese technische Lösung, basierend auf Radiowellen, war unabhängig von den Sichtverhältnissen.
Für die Bedienung waren zwar auch hier speziell ausgebildete Menschen erforderlich dafür aber konnte mit der Technik viele der menschlichen Unzulänglichkeiten entschärft oder ausgeglichen werden.

 Auf den nachfolgenden Seiten soll die Funkmessortung in Geschichte und Technik, bezogen auf Deutschland und die Kriegsmarine, dargestellt werden.

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Vorgeschichte der Funkmessortung
Entwicklung der Funkmessortung ab 1942
Entwicklung der Funkmessortung 1933 - 35
Entwicklung der Funkmessortung 1940 - 41
Entwicklung der Funkmessortung ab 1942
Von DeTe zu FuMO
Die Funkmessortungsgeräte
Prinzip des Funkmessverfahrens
Ausstattung der Schiffe mit Fumos