Nach Ausbruch des Krieges vergab das NWa (Amtsgruppe “Technisches Nachrichtenwesen”) Aufträge für 100 “Freya”- und ebenfalls 100 “Seetakt”-Geräte. Diesen folgten, im Verlauf des Krieges noch weitere.

Wie bereits auf der vorhergehenden Seite erwähnt wurde das Panzerschiff Admiral Graf Spee bereits 1939 mit einem Funkmessgerät ausgerüstet. So konnte das Schiff bei Ausbruch des Krieges auf ein FMG 39 G (gO) (später FuMO 22) zurückgreifen.
Ab November 1939 erfolgte die Nachrüstung weiterer schwerer Einheiten mit Geräten gleichen Typs.
Ausgerüstet wurden die Schlachtschiffe Scharnhorst und Gneisenau, die Panzerschiffe Deutschland und Admiral Scheer sowie die schweren Kreuzer Admiral Hipper und Blücher.
Für die neuen Schlachtschiffe Bismarck und Tirpitz waren bereits die neuen Geräte des Typs FMG 39 G (gP) (später FuMO 23) vorgesehen.
Das äusserlich sichtbare Merkmal für die Ausstattung mit Funkmessgeräten war der rechteckige Antennenstrahler, der von den Seeleuten - in Anlehnung an ihr spezielles Aussehen - scherzhaft auch “Matraze” genannt wurde.
Die Antenne des FMG 39 G (gP) hatte eine Größe von 2 x 4 m, die vom FMG 39 G (gO) maß 3 x 6 m. (Ausnahme auf Admiral Graf Spee)

Für die kleineren Einheiten wurde eine vereinfachte Version, das FMG 39 G (gL) (später FuMO 21), entwickelt und auf dem leichten Kreuzer Nürnberg erprobt.
Dieses Gerät wurde mit einer schweren Drehsäule ausgestattet, die auf der Decke der Kommandobrücke montiert wurde.
Auf den größeren Einheiten noch brauchbar, zeigten diese Geräte auf den Zerstörern nur geringe Reichweiten. Sie waren schlicht und ergreifend nicht hoch genug aufbaubar.

1940 erfolgte der nächste Schritt in der Entwicklung der Bord-Funkmessgeräte.
Mit der Einführung der Radattel-Peilung wurde die Richtungspeilung wesentlich verbessert.
Eingeführt wurden:
das FMG 40 G (gL) (später FuMO 24) mit Drehsäule für Aufbau auf der Brückendecke,
das FMG 40 G (gM) (später FuMO 25 mit Drehsäule auf Mastausleger,
das FMG 40 G (gO) (später FuMO 26)  mit horizontaler Polarisation und mit  Haube zum Aufsatz auf der E-Mess-Haube
und das FMG 40 G (gP) (später FuMO 27) mit kombiniertem FuMO und E-Mess-Stand.

Die Nachrüstung aller Zerstörer war, mit einer Ausnahme, Mitte April 1941 abgeschlossen.
Sie erhielten FMG 39 G (gL) bzw. FMG 40 G (gL).
Die größeren Einheiten wurden zwischenzeitlich auf den neuesten Stand gebracht und erhielten nun alle noch ein zweites Gerät, welches achtern, auf der E-Mess-Haube, angebracht wurde.

Bei den Torpedobooten musste ein andere Lösung bezüglich der Antennen gefunden werden.
Man baute, da die Drehsäule des FMG 40 G (gL) bzw. des FMG G 39 G (gL) zu schwer waren, das Gerät FMG 40 G (gS) (später FuMO 28) ein und rüstete die Boote mit zwei festen Antennen von 2,4 x 2,6 m Größe aus. Diese wurden an den beiden Seiten des Vormarses angebaut. Mit einem dadurch festen Winkel ausgestattet, wurde durch eine geschickte elektrische Ansteuerung eine veränderbare Richtwirkung erzeugt.

Fehlende Weiterentwicklung bei den Geräten und der Zwang der Kriegslage im Jahre 1941 führten zu einem Kompromiss bei der Ausstattung der U-Boote.
Unter der Bezeichnung FMG 41 G (gU) (später FuMO 29) wurde ein verkleinerter Gerätesatz verbaut. Für diesen wurde an den Turmvorderseiten ein Antennenfeld von etwa 1 x 1,4 m angebracht. Mit Hilfe von Umwegleitungen wurde ein Richtbereich von etwa +/- 60 Grad erzielt.
Zu geringer Sichtbereich, zu geringe Reichweite und eine hohe Ausfallrate machten die Geräte nahezu unbrauchbar.