Wie bereits geschildert (Entwicklung 1940 – 41) gab es bei dem für die U-Boote eingeführten FMG 41 G (gU) große Probleme.
Abhilfe versuchte man mit dem FMG 42G (gU) zu schaffen. Bei diesem wurde ein Antennenfeld von etwa 1m x 1,4m an einem dreh- und ausfahrbaren Mast befestigt, der beim Tauchen in einem Kasten hinter dem Schanzkleid versenkt wurde.
Bei diesem Modell war jetzt zwar eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich des Beobachtungsbereiches erreicht, aber die Betriebssicherheit blieb weiterhin ein Schwachpunkt.
Eine Verbesserung der Geräte hätte durch praktische Erkenntnisse sicher erzielt werden können, aber diese unterblieben weitestgehend, da viele der Kommandanten den Geräten misstrauten und sie schlicht abschalten ließen.

Das Jahr 1942 brachte nun auch eine Änderung der Gerätebezeichnungen. Die FMG-Geräte wurden (auch rückwirkend) zu FuMO´s mit einer durchgehenden Nummerierung.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren eine Fülle von Fehlern und Problemen aufgetreten, welche die Entwicklung der Marine-Funkmesstechnik auf deutscher Seite ins Hintertreffen brachte. Dieses konnte bis zum Ende des Krieges nicht mehr entscheidend ausgeglichen werden.
Die vorhandenen Geräte verbesserten zwar die Entfernungsmessgenauigkeit und die Erfassung eines Gegners bei Unsichtigkeiten, aber sie wiesen demgegenüber gravierende Mängel auf.

  • die Reichweite war, gegenüber der optischen Entfernungsmessung noch zu gering
  • die Peilgenauigkeit ließ zu wünschen übrig
  • das Fehlen einer stabilisierten Aufstellung erschwerte bei schwerem Seegang die Peilung noch zusätzlich
  • hohe Luftfeuchtigkeit brachte viele Ausfälle
  • Erschütterungen, welche beim Abfeuern der Geschütze zwangsläufig auftraten, sorgten ebenfalls für schnell auftretende Ausfälle der Geräte
  • die Schulung der Bedienungsmannschaften war oft mangelhaft. Reparaturen waren so oft nicht möglich.

Bis 1942 war die Marine auf die GEMA angewiesen. Nur diese lieferten Geräte an die Marine und sie musste nebenher auch noch die Luftwaffe ausstatten. Durch diese einseitige Ausrichtung auf eine einzige Firma, deren Entwicklungskapazitäten durch die Überbelastung sehr stark eingeschränkt war, konnten die Kriegserfahrungen nicht umgesetzt werden.
Die Nicht-Nutzung durchaus vorhandener Kapazitäten bei anderen Firmen (zum Beispiel bei Telefunken) behinderten die Marine also in zweifacher Hinsicht.
Zum einen war der Zulauf an Funkmessgeräten zu schleppend und verzögerte die Erfahrungsgewinnung, zum anderen ließen sich die wenigen Erfahrungen welche man sammeln konnte nicht in effektive Neu- und/oder Weiterentwicklungen umsetzen.
Die 1942 beginnende Lizenzfertigung durch Telefunken kam schlicht zu spät um eine Verbesserung zu bringen.
Durch die verlorene Entwicklungszeit blieb es vorerst bei der Fertigung von Geräten der ersten Generation, welche modifiziert wurden um sie einigermaßen einsatztauglich zu halten.
Der Ausbildungszustand der Bedienungsmannschaften verbesserte sich zwar allmählich, aber die vorher beschriebenen Probleme blieben mehr oder weniger bestehen.

Mitte 1939 verfügte das OKM die Einführung von Luftwaffengeräten. In Falle der Bordgeräte betraf dies das „Hohentwiel“-Gerät. Als FuG 200 war dieses bei der Luftwaffe als Schiffssuchgerät im Einsatz.
Bei der Marine wurden die vier folgenden Muster in Bordverwendung eingesetzt:

  • FuMO 61 „Hohentwiel U“ (Drehantenne 1m x 1,4m) auf U-Booten
  • FuMO 62 „Hohentwiel S“ (Drehantenne 1,5m x 1,6m) auf Vorpostenbooten
  • FuMO 63 „Hohentwiel K“ (Drehantenne 2m x 2,4m) auf Kreuzern, Zerstörern und T-Booten
  • FuMO 65 „Hohentwiel U1“ (Drehantenne 1m x 1,4m in Simultanschaltung für Sektor- und Rund-Suchbereich) auf U-Booten

Das FuMO 64 „Hohentwiel Land“ (Drehstand mit Antenne 8m x 2m) wurde nur in der Landverwendung eingesetzt.