Grob gesprochen besteht ein Funkmessgerät aus folgenden fünf Teilen:
 

  • Sender
  • Empfänger
  • Umschalter
  • Antenne
  • Anzeigegerät

    Um die Funktion des Funkmessgerätes zu erklären, kann man den Gesamtvorgang am günstigsten in drei Phasen unterteilen:
     
  • Sendung
  • Ausbreitung / Reflektion
  • Empfang / Anzeige

Sehen wir uns diese drei Phasen einmal in ihrer korrekten Abfolge an:

 

Sendung

Funkmess_1In der ersten Phase wird im Sender ein hochfrequentes Signal erzeugt und über den Umschalter auf die Antenne geschaltet. Nach einer vorgegebenen Zeit wird der Sender, durch den Umschalter, von der Antenne getrennt.

Von der Antenne wird somit also keine dauerhafte Welle abgestrahlt, sondern nur ein Impuls.

 

 

 

 

Ausbreitung / Reflektion

Funkmess_roh_2Die zweite Phase beginnt mit der Abstrahlung des Hochfrequenzsignals durch die Antenne. Diese Welle breitet sich mit Lichtgeschwindigkeit aus..

Die Abstrahlung erfolgt nun hauptsächlich in die Richtung, auf  welche die Antenne ausgerichtet wird. Durch bestimmte Antennentypen oder elektrische Verfahren kann die Wellenausbreitung mehr oder weniger gebündelt (und somit stärker gerichtet) werden.

Der besondere Effekt einer elektromagnetischen Welle, zu der das Hochfrequenzsignal im Zeitpunkt der Abstrahlung geworden ist, besteht darin, von metallenen Objekten reflektiert zu werden. Je größer hierbei das Objekt ist, um so mehr kann von der ursprünglichen Welle reflektiert werden.

Ein Teil der reflektierten Welle läuft nun in Richtung des Senders zurück.

 

Empfang / Anzeige

funkmess1aIn der dritten Phase wird die reflektierte Welle von der Antenne aufgefangen und durch den, auf Empfang stehenden, Umschalter zum Empfänger gebracht.
Dort wird dieses, nunmehr wieder hochfrequente, Signal gegebenenfalls verstärkt und in eine, für das nachgeschaltete Anzeigegerät, brauchbare Form gebracht.
Für das prinzipielle Verständnis des Funkmessens ist die Art und Weise der Anzeige zunächst unerheblich. Aus der Anzeige sind aber ganz allgemein mehrere Werte ablesbar.
Die grundlegensten sind dabei die Richtung zum reflektierenden Objekt und die Entfernung zwischen dem eigenen Standort und dem reflektierenden Objekt.

 

In den Funkmessgeräten der Kriegsmarine kamen, zur Bestimmung der Richtung und Entfernung hauptsächlich die Maximum- und die Radattel-Peilung zum Einsatz.

Spezielle Prinzipien des Funkmessens

1_men_oben

Maximum Peilung
Radattel-Peilung