Die Entwicklung des Funkmess- oder Radarverfahrens reicht zurück auf das Jahr 1904.
Christian HülsmeyerAm 30.April ließ sich eine deutscher Ingenieur namens Christian Hülsmeyer das sogenannte „Telemobiloskop“ patentieren. Im Patent mit der Nummer 165546 wird es beschrieben als „verfahren um entfernte metallische Gegenstände mittels elektrischer Wellen einem Beobachter zu melden“.
Mit seinem Gerät, welches schon auf einer Wellenlänge von 40 – 50 cm arbeitete, maß Hülsmeyer die Laufzeit, die zwischen dem Aussenden des Signals und dem Eintreffen des Echos verging. Daraus konnte die Entfernung zum angemessenen Objekt bestimmt werden (siehe Prinzip).
Bei einem Versuch, welcher auf einer Rheinbrücke stattfand, zeigte das Gerät seine Tauglichkeit. Mittels eines Klingeltons wurde ein, auf dem Rhein fahrendes Schiff angezeigt.
Es zeigte allerdings niemand wirkliches Interesse an Hülsmeyers Erfindung. Selbst die Firma Telefunken lehnte, in einem Schreiben vom 21. August 1905, die Übernahme von Hülsmeyers Patent ab.
Hülsmeyer suchte nun nach einer alternativen Verwendung und entwickelte die “drahtlose Fernzündvorrichtung für Minen” mit Hilfe von codierten Funksignalen.
Ohne Kenntnis von Hülsmeyers Arbeiten entwickelte Richard Scherl die gleiche Idee und konstruierte den „Strahlenzieler“. Sein Gerät arbeitete auf einer Wellenlänge von 10 cm. Scherl wurde bei seiner Arbeit durch den Ingenieur und Science-Fiction Autor Hans Dominik unterstützt. Diese Unterstützung fand nicht nur auf gedanklicher Ebene statt, sondern Dominik knüpfte wichtige Verbindungen zu Geldgebern und vor allem auch zum Reichsmarineamt.
Das TelemobiloskopScherl stellte sein Gerät der kaiserlichen Marine im Februar 1916 vor. Trotz einer erfolgreichen Demonstration lehnte die Marine das Gerät ab. Es wurde lapidar als „nicht kriegswichtig“ eingestuft.
Mit dieser - aus heutiger Sicht unverständlichen – Entscheidung verpasste die deutsche Marineführung die Chance einen entscheidenden technologischen Vorsprung zu erzielen. Diese Fehlentscheidung sollte noch Konsequenzen haben, welche bis in den zweiten Weltkrieg reichten.
So nahm nun erst zur Mitte der zwanziger Jahre die Entwicklung der Funkmessung erste brauchbare Formen an.
Mit der Entwicklung eines ersten Magnetrons mit ausreichend hoher Leistung im Jahre 1921 setzte fast gleichzeitig die Forschung in Deutschland, Großbritannien und den USA ein
.

1922/23 wurde durch den Deutschen Loewy der Versuch unternommen drahtlose Abstandsmessgeräte zu bauen. Diese sollten als Höhenmesser für Luftfahrzeuge dienen.
Aus den Versuchen ging allerdings kein wirklich einsatzfähiges Gerät hervor.